SÜDWESTPRESSE - 2009 - Frühjahrsausstellung -

Abstrakt, floral und figürlich

Großes Interesse an der Vernissage mit Arbeiten von Anne Müller-Rauh in der

 

Galerie "Schwarze Treppe"

 

"Abstraktes - Florales - Figur -Portrait" ist die Frühjahrsausstellung betitelt.

Unser Foto zeigt von links Elisabeth Rebmann und Hermann-Joseph-Speier
sowie Künstlerin Anne Müller-Rauh und Grafikerin Lydia Griffel. Foto: Wilfried
Selinka

Die ausdruckstarken Malereien in Acryl, Aquarell und Mischtechnik von Anne
Müller-Rauh sind in Form und Farbe in großer Harmonie. Inhalt und
Farbe lassen die Motive
leuchten.
WILFRIED SELINKA
Haigerloch Frühsommerliche Temperaturen am Samstagnachmittag
ermöglichten es, die Ausstellungseröffnung mit rund 50 Bildern von Anne Müller-
Rauh in der Galerie "Die Schwarze Treppe" im Freien zu organisieren.

Zahlreiche Kunstinteressenten waren der Einladung von Galerist Hermann-
Joseph Speier gefolgt, der die Künstlerin vor zwei Jahren bei einer
Gruppenausstellung in seiner Galerie zum Thema "Ein bunter Blumenstrauß"
kennen gelernt hatte. Neben Abstraktem, Floralem, Figur und Porträt habe
Müller-Rauh noch eine fünfte künstlerische Komponente, nämlich südasiatische
Motive, die leider in den kleinen Galerieräumen keinen Platz fanden.
Bevor Grafikerin Lydia Griffel in das Werk der Künstlerin einführte, die im
Hauptberuf Friseurmeisterin ist, spielten Elené Meitariani und Jurika Yamanmoto
von der Waldorfschule Esslingen-Mettingen zackige Musikstücke auf der Violine.
In der Einführung gab es durch Lydia Griffel zunächst kunstgeschichtliche
Hinweise zum Thema Abstraktes, Florales, Figur und Portrait. "So geben die
abstrakten Werke von Anne Müller-Rauh dem Betrachter nur wenig vor. Sie
lassen ihm Raum für eigene Fantasie und Sichtweise", stellte die Grafikerin fest,
und forderte die Kunstinteressierten auf, die Bilder nicht rational zu analysieren,
sondern einfach auf sich wirken zu lassen. Damit würden für jeden Betrachter
individuell abgestimmte Formen, Eindrücke und Gefühle entstehen. Ganz im
Gegenteil stehen dazu Anne Müller-Raus Blumenmotive. Ihre ganze Vorliebe gilt
den Mohnblumen. Die durchsichtigen Blütenblätter sind für sie Ausdruck von
Zartheit und Kraft. Obwohl nur von kurzer Lebensdauer, beinhalten sie auch das
Erdendasein des Menschen. Die Potenziale der Kraft würden dem Betrachter
entgegenleuchten und ihn emotional stark berühren.
Ihre Portraitbilder entstehen in etwa so: Sie holt sich Hinweise und Anregungen
aus einer Vorlage. Damit hat sie schon einen stimmigen Aufbau. Das Gestalten
eines Gesichtes und Körpers beginnt dadurch, dass Anne Müller-Rauh in einen
Dialog mit dem Bild eintritt.
Und so nimmt das Werk in mühsamer Kleinarbeit bis zum Höhepunkt, der
Vollendung, Gestalt an.
Portraitmalen ist durchaus als eine höhere Kunst anzusehen. So plant die
Künstlerin ihre Malerei zur Auftrags-Portrait-Malerei weiter zu entwickeln. Dies
würde einen großen Schritt in ihrer künstlerischen Weiterentwicklung bedeuten,
so Lydia Griffel, denn Anne Müller-Rau sehe sich nicht als Hobbymalerin,
sondern als eine Malerin, die wachsen wolle.
Dies zeige sich schon allein darin, dass sie fast täglich, trotz ihres anstrengenden
Friseurberufes, an ihren Bildern arbeite und dies seit vielen Jahren.
Info]
Die Frühjahrsausstellung mit den ausdrucksstarken Werken von Anne Müller-Rauh ist in der Galerie "Die Schwarze Treppe" bis 17. Mai mittwochs bis
sonntags von 14 bis 17 Uhr
geöffnet.

 

 

Erscheinungsdatum: Montag 27.04.2009
Quelle: www.suedwest-aktiv.de
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